Drehdalben Baubeschreibung / Lackierung

Der hier beschriebene Drehdalben wird, im Hafendiorama Wyk, zum Einsatz kommen. Er ist im Maßstab 1:50 gehalten und nur mittels Fotos, ohne Originalzeichnungen gefertigt. Da jedoch nur Bilder eines Dalbens aus dem Dagebüller Hafen zur Verfügung standen ist er nur an das Original angelehnt. Das Original befindet sich an Anleger 1, vor dem Molenkopf der „Alten Mole“.

Die Grundlage bildet ein Rohr, dass ursprünglich zur Ummantelung von Kabeln verwendet wird. Der Durchmesser beträgt 25 mm.

Passend zum Umfang wurden 6 größere und 6 kleinere „Bleche“ aus  0,75 mm Polystyrolplatte gefertigt. und an den Dalben angepasst. Diese bilden den Sockel der Poller. Anschließend wurden vertikale „Bleche“, ebenfalls aus 0,75 mm Polystyrol eingepasst.

Die Gummis wurden ebenfalls auf den Umfang angepasst. Sie umschließen den Dalben zu 180°. Es handelt sich um Material, dass ursprünglich zum Abdichten von Flanschen gedacht ist und sich sehr einfach verarbeiten lässt. Die sehr auffällige Einkerbung wurde mittels eines Heißschneiders nachgebildet. Legt man das Gummi um den Dalben, klappen die Einkerbungen V-förmig auseinander. Entlang der Enden wurden anschließend 2 mm breite, 1 mm dicke Polysterolstreifen angebracht. Diese wiederum werden gehalten von L-Profilleisten. Schenkellängen 2 mm, Breite 1mm, Stärke 0,5 mm.

 

Bei den Pollern handelt es sich um ein Fertigprodukt aus dem Hause Robbe. Die Ursprünglichen Doppelpoller (22 x 8 mm) wurden mittig geteilt und die Grundplatte von der Größe her angepasst.

Die auf den Bildern verwendete Graupner-Figur symbolisiert eine Person im Maßstab 1:50. Dabei ist jedoch zu beachten, dass der Mann, umgerechnet in natura, eine stattliche Größe von 2 m aufweist und noch dazu einen Helm trägt.

Lackiert wurde mittels Airbrush. Zuerst wurde eine Grundschicht Revell Aqua Color Basic aufgetragen.

Nach einer Trocknungszeit von etwa 45 Minuten wurde dann, ebenfalls mit Airbrush, die erste Schicht Mattschwarz aufgetragen. Revell Aqua Color Schwarz No. 36108. Nach weiteren 30 Minuten die zweite Farbschicht Schwarz.

 

 

Um die Originalfärbung der Gummis zu erhalten wurden diese vorsorglich mit Tesa Precisio Sensitive abgeklebt.

Nach etwa 4 Stunden Trocknungszeit wurde der Dalben komplett abgeklebt, bis auf einen schmalen weißen Streifen im oberen Bereich. Dieser wurde innerhalb von 45 Minuten zweimal mit Revell Aqua Color 36105 weiß gesprüht. Nach etwa 2 Stunden Trocknungszeit wurden die abgeklebten Teile vorsichtig freigelegt.

 

Anschließend begann die Alterung des Dalbens. Bedingt durch jahrelange Nutzung und Seeklima entstehende Rostspuren, sollten das Erscheinungsbild prägen. Hierzu wurde an ausgewählten Stellen mit Vallejo Game Color 72054 Gunmetal Metal trockengebürstet. Darauf folgten drei geringfügig und zart aufgetupfte Schichten mit GC 72065 Terracotta, GC 72009 Hot Orange und GC 72008 Orange Fire. In wenigen Bereichen wurden die Rostnasen dann noch mit Vallejo 72093 Skin Wash Ink hervorgehoben.

 

 

Ähnlich, jedoch  mit anderen Farben wurde mit dem Bereich verfahren, der permanent der Tide und somit der Nordsee ausgesetzt ist. Zuerst wurde der Bereich des Wasserpasses festgelegt. Daraufhin eine Schicht GC 72155 Heavy Charcoal mittels Trockenbürsten aufgebracht. Durch bedächtiges Zumischen von GC 72050 Cold Grey hellte sich der Unterwasserbereich zunehmend auf. Um Ablagerungen darzustellen wurde 72045 Charred Brown „wahllos“ durch Trockenbürsten verteilt. Auf diese Flächen baut dann eine abwechslungsreiche Schicht von GC 72065 Terracotta, GC 72064 Yellow Orange und GC 72030 Goblin Green auf. Ebenfalls spärlich aufgetupft. Zu hell geratene Bereiche, bedingt durch das sehr markante Goblin Green, wurden zum Schluss mit GC 73203 Umber Shade abgedunkelt.

Der auf den Bildern zu erkennende Draht ist noch unbehandelt, erfährt aber eine dem Dalben sehr ähnliche Rostkur.

Zur Herstellung solcher Drähte gibt es noch ein weiteres Tutorial.

 

 

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